Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall & Co: Die 6 häufigsten Mythen – und was wirklich stimmt
- Julian Kohlweg
- 28. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Dr. Gerd Jan Mengemann, Facharzt für Neurochirurgie und Wirbelsäulenspezialist

Fast jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens Episoden von Rückenschmerzen – manche mild, andere stark einschränkend. Doch rund um das Thema Rücken, Bandscheibenvorfall und Wirbelsäule kursieren zahlreiche Mythen und Halbwahrheiten, die oft mehr verunsichern als helfen. In diesem Artikel räumen wir mit den gängigsten Irrtümern auf – fundiert und praxisnah.
Mythos 1: „Wenn der Rücken weh tut, ist es immer die Bandscheibe“
Fakt: Rückenschmerzen können viele Ursachen haben – von Muskelverspannungen über Blockaden der kleinen Wirbelgelenke bis hin zu entzündlichen Prozessen oder Stressreaktionen. Nur ein kleiner Teil der Rückenschmerzen ist tatsächlich auf einen akuten Bandscheibenvorfall zurückzuführen. Eine genaue Diagnostik durch einen Facharzt oder Wirbelsäulenspezialist ist entscheidend, um die richtige Behandlung einzuleiten.
Mythos 2: „Ein Bandscheibenvorfall muss operiert werden“
Fakt: Ganz im Gegenteil: Die große Mehrheit der Bandscheibenvorfälle kann konservativ behandelt werden – also ohne Operation. Schmerztherapie, gezielte Physiotherapie, Infiltrationen und Bewegungstraining führen häufig zu einer deutlichen Besserung. Eine Operation ist dann notwendig, wenn starke neurologische Ausfälle bestehen (z. B. Lähmungserscheinungen) oder konservative Maßnahmen keine Wirkung zeigen.
Mythos 3: „Rückenschmerzen kommen im Alter – da kann man nichts machen“
Fakt: Zwar nimmt mit dem Alter die Elastizität der Bandscheiben ab, aber Rückenschmerzen sind kein unvermeidliches Schicksal. Bewegung, Muskeltraining, eine gute Haltung und eine gesunde Lebensweise können Rückenschmerzen vorbeugen – in jedem Alter. Auch bei bestehendem Verschleiß kann gezielte Therapie Beschwerden lindern oder ganz beseitigen.
Mythos 4: „Bei Rückenschmerzen sollte man sich schonen und möglichst nicht bewegen“
Fakt: Dauerhafte Bettruhe ist bei Rückenschmerzen meist kontraproduktiv. Moderate Bewegung fördert die Durchblutung, aktiviert die Muskulatur und unterstützt die Heilung. Natürlich sollte die Bewegung angepasst sein – aber vollständige Schonung kann dazu führen, dass sich die Beschwerden sogar verschlimmern.
Mythos 5: „Einmal Rückenpatient, immer Rückenpatient“
Fakt: Rückenschmerzen sind oft wiederkehrend – aber das bedeutet nicht, dass man ihnen ausgeliefert ist. Mit einer konsequenten Therapie, Rückentraining und präventiven Maßnahmen können viele Patienten schmerzfrei leben und normal aktiv sein. Entscheidend ist, die Ursache zu verstehen und gezielt daran zu arbeiten.
Rückenschmerzen richtig verstehen – und gezielt behandeln
Verunsicherung durch Fehlinformationen führt oft dazu, dass Rückenschmerzen zu lange ignoriert oder falsch behandelt werden. Dr. Gerd Jan Mengemann, Facharzt für Neurochirurgie und Wirbelsäulenspezialist in Graz, verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: Neben moderner Diagnostik und individueller Therapie legt er großen Wert auf Aufklärung, Prävention und konservative Behandlungsmöglichkeiten. Operationen sind für ihn der letzte Schritt – nur wenn alle anderen Optionen nicht zum Erfolg führen.
Wenn Sie unter Beschwerden wie Rückenschmerzen, Kribbeln, eingeschlafenen Fingern, Taubheitsgefühlen oder ziehenden Schmerzen in Arme oder Beine sowie anderen Beschwerden leiden, vereinbaren Sie online einen Termin in einer der Ordinationen von Dr. Gerd Jan Mengemann in Graz – für eine fundierte Diagnose, persönliche Beratung bei der sich für Sie ausreichend Zeit genommen wird und eine auf Sie abgestimmte, ganzheitliche Behandlung Ihrer Rücken- oder Nervensymptome.